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So geht’s

Ein Abstimmungsspiel für Freunde, die sich nie einig werden. Echte Gesetze, zwei Knöpfe, und der Zwang zum Konsens.

  1. Lobby aufmachen

    Eine Person erstellt die Lobby und bekommt einen sechsstelligen Code. Die anderen geben den Code ein — oder tippen einfach auf den geteilten Link. Ihr seid zu 2 bis 10 Leuten.

  2. Echte Abstimmung, echtes Gesetz

    Jede Runde zeigt eine echte Abstimmung aus dem Bundestag — Tempolimit, Heizungsgesetz, Ukraine-Hilfen. Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch.

  3. Ja oder Nein

    Zwei Knöpfe, mehr nicht. Ihr habt 30 Sekunden. Wer nicht abstimmt, blockiert die Einigung — Schweigen zählt nicht als Zustimmung.

  4. Alle müssen einig sein

    Kein Mehrheitsentscheid. Entweder stimmen alle gleich ab — oder es gibt keine Einigung. Genau da fängt das Streiten an.

  5. Nachverhandlung

    Seid ihr euch uneinig, geht dieselbe Frage in die zweite Runde: 2 Minuten, Stimmen werden gelöscht. Jetzt wird geredet, überzeugt und gehandelt.

  6. Oder die Runde platzt

    Klappt es auch beim zweiten Mal nicht, ist die Runde vorbei. Niemand gewinnt. Das gehört dazu.

  7. Die Auflösung

    Danach seht ihr, wie der Bundestag wirklich abgestimmt hat — und ob ihr richtig lagt.

Woher kommen die Fragen?

Alle Abstimmungen stammen von abgeordnetenwatch.de und stehen unter CC0. Das Spiel bewertet nichts davon — ihr schon.

Ohne Parteinamen: Wer einen Antrag gestellt hat, steht bewusst nicht dabei. Sobald eine Partei danebensteht, stimmen die meisten über die Partei ab statt über den Inhalt. Hier steht nur „eine Fraktion“ — entscheiden müsst ihr über die Sache selbst.

Wo es passt, steht unter der Frage eine kurze Worterklärung aus der deutschen Wikipedia (CC BY-SA 4.0), verlinkt auf den jeweiligen Artikel. Nicht jede Frage hat eine — lieber keine Erklärung als eine falsche.

Inspiration

Angelehnt an „The Democracy Machine!“ von Adam J. Scarborough und Alasdair Robertson (2015/2018), in der Sammlung des ZKM Karlsruhe. Dort sitzen die Leute an einer Maschine aus Holz, Knöpfen und Lampen und müssen sich über ein Thema verständigen — entweder sie einigen sich, sie finden einen Kompromiss, oder sie stellen fest, dass sie uneinig bleiben. Genau dieser dritte Ausgang ist hier auch erlaubt.

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